Leicht haben es junge Künstler nicht. Die Kunsthochschulen, die sie verlassen haben, bleiben voll, voll sind die Galerien, Museen und Depots. Mit zeitnahen Arbeiten unter anderem, die eine kollektive Kunstausübung vermuten lassen, interessante Positionen sind oder sein können, geht man nur nah genug heran, gut oder besser noch: wesentlich. Kunst wäre dem Menschengeschlechte notwendig, und nur dadurch solle sie wachsen, »weil das, was durch sie gesagt wird, auf keine andere Weise gesagt werden kann«, meinte 1801 der junge Künstler Philipp Otto Runge. Menge verträgt sich mit Wahrnehmung schlecht und ohne Wahrnehmung ist kein Wirken. ...